Geschichte des Gasschutzkorps

Bereits früher gab es einen Gasschutz in der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug. Geeignete Leute in den verschiedenen Korps waren an der Handhabung der Geräte ausgebildet. Es zeigte sich aber, dass es zweckmässig wäre, die Träger von Kreislaufgeräten in einem eigenen Korps zusammenzufassen.



Am 28. Juni 1951 fand in dem Restaurant "Taube" die Gründungsversammlung statt. Es wurde Heinrich Schwerzmann als Chef gewählt. In den folgenden Monaten wurde eifrig Ausbildung betrieben, und man organisierte den ersten Vereinsanlass - eine Feuerwehrreise.



In den ersten Jahren seines Bestehens wurde das Kreislaufgeräte-Korps nicht oft zu Einsätzen gerufen, obschon man den damaligen Kommandanten wiederholt daran erinnerte, dass er ein solches Korps habe. Umso erfolgreicher war dafür das Vereinsleben. 1957 wurde Fritz Schumpf zum neuen Chef gewählt. Er verhalf dem Korps nun auch zu dienstlicher Blüte, zuerst als Chef, dann als Vize-Kommandant und später als Kommandant Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug. 



1960 wurden die ersten Pressluftatemgeräte eingeführt, und das Kreislaufgeräte-Korps rettete in der Kläranlage Zug einem Arbeiter das Leben. Mittlerweile war das Korps in den Strukturen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Zug voll integriert, und sein guter Ruf weit über die Kantonsgrenzen bekannt. So wurde es 1963 nach Altdorf gerufen, wo die Draht- und Gummiwerke brannten. Trotz dem unermüdlichen Einsatz konnte damals ein Schaden von 10 Millionen Franken nicht abgewendet werden.



1976 feierte das Korps sein 25-jähriges Bestehen mit einem grossen Fest. Aber auch dienstlich wurde ein Markstein gesetzt: Im Jubiläumsjahr konnte ein Fahrzeug in Betrieb genommen werden, welches besonders auf die Belange des Atemschutz eingerichtet war. Es wurde "Flitzer" getauft. Heute, fast 50 Jahre nach der Gründung des Gasschutzkorps, ist der Atemschutz aus einer modernen Feuerwehr nicht mehr wegzudenken.